Steuerliche Aspekte

Das Bewusstsein für die Bedeutung der betrieblichen Gesundheitsförderung ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Auch der Gesetzgeber unterstützt Betriebe vermehrt und schafft Anreize zur Investition in die Gesundheit der Mitarbeiter.

Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit zusätzlich zum Entgelt sozialversicherungs- und lohnsteuerfreie Zuschüsse für die Gesundheitsförderung zu leisten.
Grundlage dessen sind vor allem die beiden nachfolgenden Gesetzgebungen:

§ 3 Nr. 34 EStG

Sozialversicherungs- und steuerfreie Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands - soweit sie 500 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen.

2009 wurde mit diesem Paragraphen die Gesundheitsförderung im Setting Betrieb gestärkt. In diesem Rahmen wird explizit das Augenmerk auf die Gesundheitsförderung gelegt.

Einzige wichtige Voraussetzung: Das Angebot muss nach Qualität, Zweckbindung und Zielsetzung dem §§20 und 20a SGB V entsprechen. Dies bedeutet die Angebote sind den Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung, Suchtprävention und Stressmanagement zuzuordnen. Überwiegend gerätegestütztes Training oder eine Mitgliedschaften in Sportvereinen, Fitnessstudios etc. fällt nicht unter die förderungsfähigen Angebote. Die Leistung wird zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn geleistet.

Um auch kleineren Unternehmen den Einstieg in die betriebliche Gesundheitsförderung zu erleichtern, ist diese Leistung auch als Barleistung vom Arbeitgeber an den Arbeitnehmer möglich, insofern dieser den Zuschuss für extern durchgeführte Leistungen aufwendet. So kann beispielsweise der Arbeitergeber einen Zuschuss zu einem Kurs (gemäß den Anforderungen von §§20 SGB V) geben, den der Arbeitnehmer in einem Gesundheitsstudio wahrnimmt.

§ 8 Nr. 2 EStG

Steuerfreie Zuwendungen des Arbeitgebers mit einer Grenze von monatlich 44,- €.

Bis zu einer Grenze von 44,00 Euro/Monat kann ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Sachbezüge (zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn) gewähren, die sozialversicherungs- und steuerfrei bleiben.

Beispielsweise kann das Unternehmen unmittelbar mit einem Dienstleister Verträge über Mitgliedschaften im Gesundheits-/Sportstudio schließen. Insofern der monatliche Beitrag max. 44,00 Euro beträgt und der Arbeitgeber keine weiteren Sachbezüge wie z. B Tankgutscheine etc. ausgibt, bleibt dieser Betrag sozialversicherungs- und steuerfrei. Bei Mitgliedsbeiträgen über dieser 44,00 Euro Freigrenze, kann der Rest des Betrages vom Arbeitnehmer als Eigenanteil beigesteuert werden.

Die entsprechenden Teilnahmeunterlagen sind mit den Lohnunterlagen des Mitarbeiters aufzubewahren. Um Haftungsrisiken für Lohnsteuer und Sozialabgaben zu vermeiden, sollte sich der Arbeitgeber vor Beginn der Maßnahmen im Rahmen der Anrufungsauskunft (gemäß § 42e EStG) vom zuständigen Finanzamt eine entsprechende schriftliche Bestätigung der Erfüllung der genannten Anforderungen für eine Sozialversicherungs- und Steuerfreiheit einholen.

NIB Sports Medizinisches Trainingszentrum in 50933 Köln

Stolberger Str. 307-309
50933 Köln
Telefon (0221) 27 27 17 17
EMail info@nib-sports.de